Cantor und Clown - ein komponierter Briefwechsel Marstall auf dem Gut Börnicke, Bernau-Börnicke am 16.06.19

Sonntag 16.06.19
Einlass: 10.30 Uhr, Beginn: 11 Uhr
Marstall auf dem Gut Börnicke, Ernst-Thälmann-Straße, 16321 Bernau-Börnicke

Tickets zu Cantor und Clown - ein komponierter Briefwechsel Bernau-Börnicke


Informationen

Siebenklang-Gastspiel im Marstall Börnicke wird auf den 16. Juni verschoben

Die für den 12. Mai 2019 geplante musikalische Lesung mit Leslie Malton und Felix von Manteuffel im Rahmen der Siebenklang-Festspiele muss wegen wichtiger Drehtermine der beliebten Schauspielerin leider verschoben werden. Leslie Malton hatte sich im Frühjahr einen Beinbruch zugezogen, so dass alle geplanten Drehtermine vertagt werden mussten. Nach der Rehabilitation wird sie am 12. Mai in Mainz bei Fernsehdreharbeiten eingebunden sein.

Die Siebenklang-Veranstalter haben mit dem Schauspielerpaar einen neuen Veranstaltungstermin vereinbart. Die Lesung „Cantor und Clown – ein musikalischer Briefwechsel“ findet nun am Sonntag, den 16. Juni 2019 um 11 Uhr auf dem Gut Börnicke statt. Verkaufte Karten behalten ihre Gültigkeit.

Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, hat die Möglichkeit die Tickets zurückzugeben. Über die Modalitäten zur Kartenrückgabe wird über die Hotline 03337-425730 oder per Mail info@public-berlin.de informiert.


Leslie Malton und Felix von Manteuffel
„Cantor und Clown – ein komponierter Briefwechsel

Leslie Malton und Felix von Manteuffel lesen und durchleben den Briefwechsel von Fanny und Felix Mendelssohn.
Am Klavier: Petra Woisetschläger

Sie ist die Erstgeborene. Er nennt sie mit männlichem Spitznamen: Fenchel, Kantor …… Schon bei ihrer Geburt erkannten die Eltern an der zarten Pranke des Säuglings „Bachsche Fugenfinger“. Später legt man ihr freilich nahe, das musikalische Talent nicht so hoch zu hängen wie den Hausfrauenberuf. Da hat der jüngere Felix sie schon in den Schatten gestellt. Er rät der Komponistin Schwester davon ab, sich dem öffentlichen Stress des Publizierens auszusetzen. Er, der Augapfel seines Vaters, präsentiert. Er darf dem beeindruckten Goethe die Musikgeschichte erklären. Ewige Geschwis-terliebe verbindet sie und ihn; gemeinsame Leidenschaft für die Musik und verblümte Rivalität. Sie wird dann übrigens Hensel heißen. Er heißt schließlich Mendelssohn Bartholdy.
Sie kommen voneinander nicht los. Fast über alles schreiben sie einander, über Musik natürlich, Alltagserlebnisse, Politik, Tratsch. Trennungen überbrücken sie durch Korres-pondenz. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um Qualität der Kunst geht. Prominentenauftritte, Goethe, Paganini, Liszt, Clara Wieck werden scharf kritisiert. Dazwischen sind andere, sind Sehnsuchtstöne zu hören.
Auch nach dem Tod bleiben sie vereint. Kurz nach der Schwester stirbt auch Felix. Sie werden begraben auf dem Berliner Dreifaltigkeitsfriedhof am Halleschen Tor. Seine Frau ruht übrigens auf dem Gottesacker einer anderen Stadt. Neben ihm liegt: sie, Fanny. Den Hofmaler und Gemahl Wilhelm zu ihrer Linken. Ein Ehrengrab.

Die ausgewählten Texte zeichnen berührend und inspirierend Gedanken und Gefühle des Paares nach. Eine weitere Dimension eröffnet die Klaviermusik: Komponiertes, über das gestritten wurde. Das Instrument übernimmt seine eigene Rolle im Wechselspiel aus Briefen, Liedern und Gedichten.
Fanny Hensel nahm im Jahr 1831 die Sonntags-Musiken, die Abraham Mendelssohn Bartholdy 1822 ins Leben gerufen hatte, wieder auf. In der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr kamen in zweiwöchentlichem Rhythmus vor ausgewähltem, erlesenen Publikum, Werke bekannter Komponisten, ihre eigenen und die von Felix zur Aufführung.

Nun laden wir Sie ein, zu einem herrlichen Sonntagsausflug, zur Matinée mit dem Schauspieler-Ehepaar Leslie Malton und Felix von Manteuffel und der Pianistin Petra Woisetschläger in den Marstall auf dem Gut Börnicke, der dem Schloss, das der Neffe von Fanny und Felix, Ernst von Mendelssohn-Bartholdy, hat bauen lassen, direkt gegenüber liegt.


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